Liebe Leser,
bald ist es soweit. Lektionen in Demut wird erscheinen. Auch wenn ich ca. ein halbes Jahr zu spät bin (man merkt, es fehlt die strenge Aufsicht in meinem Leben^^), wird das Buch in den nächsten Tagen erscheinen. Es wird meine längste Geschichte bisher und wieder wird sie – wie beim Strafinternat – in einer Phantasie-Paralellwelt spielen. Hier ein kurzer Teaser.
Viel Spass beim Lesen.
Eure Susanne.
[…]
Der Baron lachte und gab Anna eine schallende Ohrfeige. Anna hatte Mühe, sich auf den Beinen zu halten und sah den Baron wutschnaubend an. Ihre Wange schmerzte.
„Aua. Ist das alles, was Ihr könnt? Wehrlose Frauen schlagen?“
„Du bist eine Sklavin. Sklavinnen werden geschlagen, wenn sie sich nicht demütig zeigen.“
Anna wusste nicht, was sie empfand. Diese Selbstverständlichkeit, mit der ihr Gegenüber die Worte sprach, brachte sie aus der Fassung.
„Ich habe mich verirrt. Ich bin keine Sklavin.“
Der Baron holte zu einem erneuten Schlag aus, aber der alte Mann hielt ihn zurück. „Herr Baron, bitte lasst mich zuerst mit unserem neuen Schützling sprechen. Es bleibt später noch genug Zeit, ihr die Regeln zu erklären.“, stellte er fest.
„Wie immer ein weises Wort.“, sagte der Baron und sah Anna scharf an. „Bei der hier reichen Ohrfeigen vermutlich eh nicht.“, sagte er und blickte hinüber zu einer der Dienerinnen. „Bringt sie heute Abend in mein Gemach und bereitet sie zur Erziehung vor.“, befahl er.
Anna bekam eine Gänsehaut. Was würde man mit ihr machen? Hatte sie sich etwa zu unvorsichtig verhalten?
Die Dienerin machte einen Knicks und senkte den Kopf. „Sehr wohl, Herr Baron.“
„Gut. Dann lasse Euch jetzt allein.“, sagte er in Richtung des alten Mannes und verlies den Raum.
Der alte Mann wandte sich Anna zu. „Du bist hier, um Deiner Bestimmung zugeführt zu werden.“, sagte er.
„Meiner Bestimmung?“
„Richtig. Deiner Bestimmung.“
[…]
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