Das Strafinternat – Teil 5

Anna hatte nicht geschlafen. Erst nach einigen Stunden war sie kurz
eingenickt und sich in einer Ecke des Raumes zusammengekauert. Jetzt
wurde der Riegel zurückgeschoben und die Tür öffnete sich. Zwei Männer
stürmten in den Raum und holten Anna unsanft auf die Füße. Sie
grabschten nach ihrem Sportanzug und rissen ihr mit ein paar Handgriffen
grob den Stoff vom Leib.
„Was tut ihr?“, fluchte sie.
Einer der Männer sah sie kurz an und quittierte ihre Frage mit einer
schallenden Ohrfeige. Dann griff er in ihn den Bund ihres Schlüpfers und
riss daran, so dass er in Fetzen flog. Anna stand nun nackt vor den beiden
Männern. Einer packte sie im Nacken und der andere holte ein stählernes
Halsband hervor, dass er Anna anlegte. Daran war eine Kette befestigt, die
wie eine Hundeleine herunterbaumelte. Einer der Männer nahm die Kette
und zog Anna daran aus dem Raum.
Sie wurde in die Aula geführt, wo alle Schülerinnen des Internats bereits
auf ihren Plätzen saßen. Die Lehrer hatten wie gewohnt in der ersten Reihe
platz genommen und auf der Bühne hatte man ein großes Gestell aufgebaut,
an dem an verschiedenen Stellen Hand und Fußfesseln angebracht waren.
Anna wurde nackt an der Kette zu dem Gestell geführt und dann
breitbeinig mit dem Bauch nach unten darauf festgeschnallt. Ihr Hintern
war in die Höhe gereckt und ein Mann mittlerer Größe konnte nun ohne
große Anstrengungen sowohl mit einer Peitsche auf Rücken, Arsch oder
Beine schlagen, als auch seinen Schwanz bequem zwischen Annas
Schenkel rammen.
„Da haben wir ja meine kleine Prima Donna.“, hörte Anna die Stimme
ihres verhassten Peinigers hinter sich. Er ging um das Gestell herum, so
dass Anna ihn sehen konnte. In der Hand hielt er eine riesige Peitsche.
Anstatt seiner grauen Uniform trug er nur einen schwarzen Lendenschurz,
der seine Männlichkeit bedeckte. „Ich habe mich hübsch für dich
gemacht.“, lachte er.
Dann wandte er sich an die Menge. „Na, womit soll ich anfangen?“, rief
er laut. „Mit der Peitsche in meiner Hand? Oder mit der Peitsche zwischen
meinen Beinen?“ Sein Lachen ging Anna durch Mark und Bein und Wut
stieg in ihr auf. Dann hörte sie die Stimme von Herrn Ludwig.
„Ich denke, dass Annas Lektion abwechselnd aus dem einen, dann aus
dem anderen bestehen sollte. Vielleicht beginnen wir mit der Züchtigung
und fahren dann mit dem Zureiten an.“
„Zu Diensten, Herr Direktor.“, lachte der Fiesling. Dann stellte er sich so
hin, dass Anna ihn sehen konnte, und hob die Peitsche. Gerade als er
zuschlagen wollte, hörte Anna, wie die Tür zur Aula aufgestoßen wurde
und dutzende Männer in schweren Stiefeln die Aula im Laufschritt zu
stürmen schienen. Sie sah auf und konnte erkennen, dass sich mehrere
Männer im Raum verteilten. Sie trugen purpurne Uniformen mit einem
goldenen Wappen auf dem rechten Arm.
„Sofort aufhören.“, ertönte eine Stimme. Anna kam sie bekannt vor, doch
sie wusste nicht, wo sie diese Stimme schon mal gehört hatte.“
„Was soll das. Wir erfüllen hier einen wichtigen Dienst am Staat.“,
brüllte der Direktor. Anna konnte nicht sehen, was geschah, doch sie hörte,
wie einer der Stiefelträger auf den Direktor zuzugehen schien und ihm eine
schallende Ohrfeige verpasste.
„Du wirst den Ministerialrat mit seinem Rang ansprechen, hast du
verstanden?“, hörte sie eine raue Stimme.
„Lassen Sie es gut sein.“, sagte die Stimme, die Anna schon einmal
gehört hatte. „Ich bin etwas früher gekommen, als erwartet. Was geht hier
vor?“
„Eine Disziplinarmaßname. Fluchtversuch.“, sagte der Direktor hastig.
„Soso. Fluchtversuch ja?“ Anna konnte hören, wie sich langsam Schritte
näherten.
„Schöner Körper.“, bemerkte die Stimme.
„Dennoch. Fluchtversuch bleibt Fluchtversuch.“, sagte der Fiesling.
Die Stimme wurde ungehalten. „Dich hat keiner gefragt. Mach, dass du
hier wegkommst. Oder meine Männer zeigen dir den Weg.“
Der Fiesling zögerte kurz, woraufhin drei Männer in Purpur sich vor ihm
aufbauten. Sie waren deutlich größer und kräftiger als er und es dauerte nur
Sekunden, bis er entschied, den Rückzug anzutreten.
Jetzt konnte Anna das Gesicht des Mannes sehen, der sie vor dem
Schlimmsten bewahrt hatte. Es war der junge Offizier, der sie damals
verhört hatte.
„Ich bin hier, weil ich Personal brauche. Ich denke, ich nehme sie.
Losmachen und einkleiden.“
„Aber so geht das nicht.“, protestierte der Direktor.
„Nein?“, fragte der Ministerialrat und machte eine kurze Handbewegung
in Richtung einer seiner Männer. Dieser öffnete, ohne zu zögern, Annas
Fesseln und befreite sie von dem Gestell. Dann ging er zu einem
Verbandskasten und holte eine goldene Rettungsdecke hervor. Nachdem er
Anna darin eingewickelt hatte, wurde sie aus der Aula geführt. „Den
Papierkram macht der Hauptmann meines Begleitkommandos.“, sagte der
Ministerialrat und folgte Anna und seinen Männern auf den Hof des
Internats. Eine Wagenkolonne parkte dort mit laufendem Motor. Die
Männer stiegen ein und Anna wurde auf den Rücksitz einer großen
Limousine verfrachtet. Der Mann, der sich ihr damals als Leutnant
Reinhard vorgestellt hatte, nahm neben ihr Platz. Dann fuhren sie ab.

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