Im Traumland
Mary ging einen langen Gang entlang, bis sie zu einer Tür kam. Die Tür öffnete sich und sie betrat einen Raum, in dem nur einige Kerzen brannten. Es musste sich um das Schlafgemach eines Schlosses oder einer großen Villa handeln. In der Mitte des Raumes stand ein massives Himmelbett, das mit Kissen und Decken dekoriert war. Der Mond schien durch vier große Fenster und tauchte den Raum in ein bläulich schimmerndes Licht. Die Schatten auf dem Boden und an den Wänden tanzten vom flackernden Kerzenschein.
Am Fenster stand ein Mann, doch Mary konnte sein Gesicht nicht erkennen, er hatte den Blick aus dem Fenster gerichtet und wandte dem Raum seinen Rücken zu. Mary konnte erkennen, dass er einen Hausmantel trug und anscheinend mit nackten Füßen auf den Dielen des Bodens stand.
“Du kommst spät!”, hörte sie seine dunkle, warme Stimme.
Mary konnte nichts sagen. Sie sah an sich herunter und merkte, dass sie keine Kleider trug. Nackt stand sie im Raum, doch ihre Arme und Hände hingen hilflos an ihrem Körper herunter, nicht fähig, sich zu bedecken.
“Warum hast Du mich warten lassen?”, fragte der Fremde streng.
“Entschuldige!”, hörte sie sich sagen, wobei sie das Gefühl hatte, dass nicht sie es war die antwortete, sondern jemand anderes, der an ihrer Stelle stand. Mary hatte auf einmal das Gefühl im Raum zu schweben und wie eine Zuschauerin das Geschehen beobachten zu können. Sie sah eine Frau, die aussah wie sie, wilde blonde Locken, die ungezähmt in alle Richtungen zu sprießen schienen. Sie sah einen schlanken, weiblichen Körper, mit straffen, aber nicht gerade kleinen Brüsten und einem wohlgeformten, festen Hintern. Mary konnte fühlen und hören, doch alles was sie sagte oder tat, schien zu passieren ohne, dass Mary es kontrollieren konnte.
Der Mann drehte sich zu ihr um. Mary konnte sehen, dass er sein Gesicht hinter einer goldenen Maske verborgen hielt. Sein Mantel war offen und er trug nur eine dünne Stoffhose darunter, die von einer Kordel an ihrem Platz gehalten wurde.
Zwei dunkle Augen sahen Mary durch die Maske an, sie hatten etwas Tiefes, Geheimnisvolles.
Der Mann kam auf sie zu, Mary fühlte wie eine kräftige Hand nach ihr griff und sie am Nacken packte, dann zog er sie nah an sich heran. Sie konnte spüren, wie ihre nackten Brüste gegen seinen Oberkörper rieben, während sein fester Griff sie umklammerte.
Dann zog er ihren Kopf ganz nah an seinen Mund und flüsterte in ihr Ohr.
“Es hat mich sehr enttäuscht, dass Du mich hast warten lassen.”, hauchte er.
Mary fühlte, wie seine andere Hand langsam ihren Bauch entlang strich und ihren Weg nach unten zwischen ihre Beine suchte, wo er sie sanft berührte.
Ein schauriges Gefühl der Lust durchfuhr sie und Mary hörte sich kurz aufstöhnen. Ein Finger fand den Weg weiter zwischen ihre Beine und Mary erschrak, doch sie konnte sich auch diesmal nicht gegen den Fremden wehren, der sie nun mit seinem Finger da unten massierte, während seine andere Hand wie ein Schraubstock ihren Nacken fest im Griff hielt.
“Gefällt Dir das?”, wollte er wissen.
“Ja!”, hörte Mary sich flüstern und gab sich wohlig der Liebkosung seiner Hand hin.
“Hast Du das verdient?”, fragte er, nahm die Hand, die Mary gerade noch verwöhnt hatte und legte sie auf ihre Hüfte.
Mary schwieg.
“Ich habe Dich etwas gefragt.”, sagte er und sah ihr tief in die Augen.
“Ich weiß es nicht.”, hauchte Mary.
Der Mann zog lockerte seinen Griff und lies von Mary ab. Er holte ein langes Seil hervor und befahl Mary, ihre Arme auszustrecken. Sie gehorchte und der Mann band ihre Hände zusammen. Das übriggebliebene Ende des Seils befestigte er am Querbalken des Himmelbettes, so dass Mary nun nackt und mit über dem Kopf gefesselten Händen am Fußende des Bettes stand, den Blick zum Bett und der dahinterliegenden Wand gerichtet.
“Du weißt, dass ich Dich bestrafen muss.”, sagte der Mann nur.
Mary sah sich ängstlich zu ihm um. In seiner Hand hielt er eine lange, schlanke Reitpeitsche, die er in beiden Händen durchbog.
“Streck mir Deinen Hintern entgegen, damit ich nicht daneben schlage.”, befahl er nur knapp.
Mary war immer noch nicht Herrin ihrer Taten und Sinne. Sie tat, was der Mann verlangt, drückte die Knie durch und präsentierte ihm mit durchgedrücktem Kreuz ihren nackten Hintern.
“Die Beine weiter auseinander.”, befahl er und tippte mit der Reitpeitsche einmal auf beide Innenseiten ihrer Schenkel, um ihr zu verdeutlichen, was er sich wünschte.
“Wirst Du mir sehr weh tun?”, wollte sie wissen. Mary hörte einen flehenden Ton in ihrer Stimme.
“Du wirst genau das bekommen, was Du verdienst.”, sagte der Mann und lies die Peitsche mit einem pfeifenden Geräusch durch die Luft sausen. Mary merkte, dass sie ihre Nackenhaare aufstellten und eine Gänsehaut ihre Arme und Beine überzog.
“Bist Du bereit?”, wollte er wissen.
Mary sagte nichts. Sie presste die Lippen zusammen und wartete auf den ersten Schlag.